Zahl der allgemeinverbindlich erklärten GAVs steigt

Der Bundesrat hat zwischen dem 1. Juli 2013 und dem 1. Juli 2014 insgesamt 38 Gesamtarbeitsverträge (GAV) auf Bundesebene allgemeinverbindlich erklärt. Auf kantonaler Ebene wurden in derselben Zeit 25 GAV allgemeinverbindlich erklärt.

Zu den bedeutendsten Gesamtarbeitsverträgen gehört der L-GAV für das Gastgewerbe. (Bild: Keystone)Bern (sda). 13 Verfahren – davon zwölf auf Bundesebene – betrafen neu ausgehandelte Gesamtarbeitsverträge; bei 50 ging es um Verlängerungs-, Wiederinkraftsetzungs- oder Änderungsbeschlüsse, wie der Publikation «Die Volkswirtschaft» des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zu entnehmen ist.

Damit waren am 1. Juli 2014 auf Bundesebene 41 und auf kantonaler Ebene 33 allgemeinverbindlich erklärte GAV in Kraft. Diesen sind insgesamt 67’115 Arbeitgeber und 590’459 Arbeitnehmende (Bund) beziehungsweise 5578 Arbeitgeber und 32’868 Arbeitnehmende (Kanton) unterstellt.

Gemäss «Volkswirtschaft» sind die bedeutendsten allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge der L-GAV für das Gastgewerbe, der Landesmantelvertrag (LMV) und der GAV FAR im Bauhauptgewerbe. Sie allein betreffen rund 34’260 Arbeitgeber und 291’070 Arbeitnehmende.

Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Gesamtarbeitsverträgen ist eine Forderung von Gewerkschaften und linken Parteien als flankierende Massnahme für die Personenfreizügigkeit. Ein einfacheres Verfahren dafür lehnen bürgerliche Parteien und Wirtschaftsverbände jedoch ab.