Schweizer Stellenmarkt behauptet sich

Allen Unkenrufen zu trotz hat sich das Stellenangebot in der Schweiz im Herbst auf hohem Niveau als stabil erwiesen. Grosse Unterschiede gibt es allerdings zwischen Regionen und Berufen: Auffallend mehr Personal wurde etwa in der Ostschweiz gesucht.

Die Wirtschaftsaussichten sind positiv. Das zeigt sich auch an der grossen Anzahl an ausgeschriebenen Lehrstellen. (Bild: Swissmem)Zürich (sda. Der vierteljährlich publizierte Adecco Swiss Job Market Index, den der Temporärarbeitsvermittler zusammen mit der Universität Zürich erhebt, stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 2 Prozent. Innert Jahresfrist legte das Stellenangebot mit einem Plus von 6 Prozent noch deutlicher zu.

Der Schweizer Arbeitsmarkt präsentiere sich somit weiterhin in guter Verfassung, ungeachtet der sich verschärfenden wirtschaftlichen Unsicherheit im europäischen Raum, heisst es in der Medienmitteilung vom Donnerstag.

Am stärksten legte die Arbeitsnachfrage im dritten Quartal in der Ostschweiz zu, nämlich um 19 Prozent. Deutlich weniger gewachsen ist das Stellenangebot im Grossraum Zürich (+5 Prozent) und in der Nordwestschweiz (+4 Prozent).

Konstant blieb die Arbeitsnachfrage im Espace Mittelland (FR, NE, JU, BE). Deutliche Rückgänge wurden in der Genferseeregion (GE,VD, VS) und in der Zentralschweiz (ZG, SZ, UR, NW, OW, LU) mit jeweils 9 Prozent zum Vorquartal registriert. Im Vorjahresvergleich zeigte einzig die Genferseeregion einen leichten Rückgang (-3 Prozent).

Weniger Personal wurde insbesondere im Gastgewerbe gesucht. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich hier das Angebot um 14 Prozent. In der Industrie und auf dem Bau standen hingegen mehr Stellen zur Verfügung (+5 Prozent).

Auf eine grundsätzlich optimistische Einschätzung der Wirtschaftsaussichten verweist laut Adecco auch die im Vergleich zu früheren Jahren grosse Anzahl von Lehrstellen, die ausgeschrieben sind.