80 Prozent der Firmen planen Lohnerhöhungen

Trotz Frankenstärke planen viele Unternehmen Lohnerhöhungen für 2016. Darauf deutet eine Umfrage hin. Diese zeigt aber auch: Viele Arbeitnehmende dürften trotzdem leer ausgehen. Generelle Lohnerhöhungen kommen für weniger als ein Viertel der befragten Unternehmen überhaupt in Frage.

Auf mehr Geld im Portemonnaie können sich vor allem Angestellte im Dienstleistungssektor freuen. (Bild: 123RF)St. Gallen (sda). Von denjenigen, die generelle Erhöhungen befürworten, planen zudem 79 Prozent ohnehin eine Nullrunde. Das ergab eine Umfrage zur Vorprognose für Lohnerhöhungen unter 259 Unternehmen der Beratungsfirma Know.ch., die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Immerhin: Insgesamt sehen über 80 Prozent der Befragten Lohnerhöhungen vor, die meisten davon aber individuelle. Fast ein Drittel plant Lohnerhöhungen bis 0,5 Prozent der Lohnsumme, ein weiteres knappes Drittel Lohnerhöhungen zwischen 0,5 und 1 Prozent.

Auf mehr Geld im Portemonnaie können sich vor allem Angestellte im Dienstleistungssektor freuen, insbesondere aus der Öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheitswesen. In der Medien- und Telekommunikationsbranche sowie im Gross- und Detailhandel hingegen sind die Unternehmen zurückhaltender, wie die im August durchgeführte Umfrage zeigt.

In der Industrie profitieren vor allem Mitarbeiter der Pharmaindustrie. Im Chemie und Bau hingegen planen über ein Drittel der befragten Unternehmen keine Erhöhung der Löhne. Das letzte Wort ist aber bei den meisten Unternehmen noch nicht gesprochen: Nur 7,2 Prozent der Angaben waren definitiv.